AGRANA Jahresbericht 2008|09
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Der Konzernumsatz der AGRANA-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2008|09 um 7,1 % auf 2.026,3 m€, was ausschließlich auf die Zuwächse im Segment Stärke zurückzuführen war. Nicht nur organisches Wachstum, sondern auch die Inbetriebnahme der neuen Bioethanolkapazitäten in Österreich und Ungarn trugen zu diesem Anstieg bei. Allerdings mussten auch Umsatzrückgänge aufgrund der schwachen Währungsentwicklungen hingenommen werden, die durch Mengensteigerungen bei Zucker und Stärkeprodukten nicht kompensiert werden konnten. Im Segment Frucht wurden insbesondere auf den europäischen Absatzmärkten Verkaufsrückgänge verzeichnet. Bei Apfelsaftkonzentrat kam es zu einem dramatischen Preisverfall aufgrund der guten Erwartungen für die Apfelernte 2008.

Die Ertragslage war im Geschäftsjahr 2008|09 von den Nachwirkungen der Rohstoffpreishausse des vorangegangenen Geschäftsjahres belastet. Das operative Ergebnis lag mit 37,8 m€ deutlich unter dem Vorjahreswert von 111,4 m€, wofür mehrere Ursachen ausschlaggebend waren:

AGRANA musste die hochpreisigen Apfelsaftkonzentrate aus der Produktion 2007 im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2008|09 zu deutlich niedrigeren Marktpreisen verkaufen und die Lagerbestände im Ausmaß von 32,4 m€ auf den erwarteten Verkaufspreis abwerten.

Auch in den anderen Bereichen wurden die sinkenden Rohstoffpreise bereits vom Markt vorweggenommen, sodass aus der Verarbeitung hochpreisiger Rohstoffbestände aus dem Vorjahr deutlich reduzierte Margen erwirtschaftet wurden.

Einmalaufwendungen für das Bioethanolwerk in Pischelsdorf in Höhe von 2,3 m€ für die Zeit vor Inbetriebnahme so wie Restrukturierungskosten für die Fusion der S.C. Romana Prod s.r.l. mit der S.C. AGRANA Romania S.A. im Ausmaß von 0,9 m€ sind im Sonderergebnis von minus 3,2 (Vorjahr minus 9,9) m€ ausgewiesen. Somit betrug das Ergebnis der Betriebstätigkeit im Geschäftsjahr 2008|09 34,6 (Vorjahr 101,5) m€.

Der Verfall der Währungen, vor allem in einigen osteuropäischen Ländern im vierten Quartal 2008|09, führte zu nicht cash-wirksamen Buchverlusten von 38,8 (Vor jahr 6,2) m€. Deshalb verschlechterte sich das Finanzergebnis auf minus 67,1 m€ (gegenüber minus 28,4 m€ im Vorjahr).

Das Ergebnis vor Ertragsteuern reduzierte sich folglich auf minus 32,4 m€ nach plus 73,1 m€ im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2008|09 ergab sich ein Steuerertrag von 16,6 (Vorjahr minus 9,2) m€, aufgrund einer Steuergutschrift in Ungarn für die Geltendmachung der Kosten für die Kapazitätserweitung. Die Verrechnung der Verluste im Zuge der österreichischen Gruppenbesteuerung hatte zusätzlich positiven Einfluss auf die theoretische Ertragsteuergutschrift. Das den AGRANA Aktionären zurechenbare Konzernjahresergebnis belief sich auf minus 11,6 (Vorjahr plus 64,3) m€, das Ergebnis je Aktie betrug somit minus 0,82 (Vorjahr plus 4,53) €.

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