AGRANA Jahresbericht 2008|09
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Wirtschaftliches Umfeld

In Österreich konnte die Getreideernte für das Kalenderjahr 2008 um mehr als 1 Mio. Tonnen auf rund 5,4 Mio. Tonnen gesteigert werden. Die Maisanbaufläche erhöhte sich von 170.000 Hektar im Jahr 2007 auf 194.000 Hektar im Jahr 2008. Insgesamt wurden rund 2,1 Mio. Tonnen Mais geerntet. Durch die gute Maisernte in Österreich, aber auch EU-weit, sind die Rohstoffpreise nach vorangegangenen Höchstständen seit dem Herbst 2008 signifikant gesunken. Die Weizenerzeugung betrug rund 1,6 (Vorjahr 1,3) Mio. Tonnen.

Rohstoff und Produktion

Bei Stärkeindustriekartoffeln wurde auf einer Anbaufläche von 5.500 (Vorjahr 5.800) Hektar eine Menge von 204.100 (Vorjahr 209.300) Tonnen kontrahiert. Zuzüglich Bio-Stärkekartoffeln betrug die gesamte Kontraktmenge 210.000 Tonnen. Die Kampagne 2008 dauerte 116 (Vorjahr 114) Tage. Es wurden 198.500 (Vorjahr 195.400) Tonnen Stärke- und Bio-Stärkeindustriekartoffeln zu 42.400 (Vorjahr 39.900) Tonnen Kartoffelstärke verarbeitet. Der Stärkegehalt lag mit 18,4 % über jenem des Vorjahres von 17,4 %. Für das Anbaujahr 2009 steht eine uneingeschränkte Quotenhöhe von 47.691 Tonnen Kartoffelstärke zur Verfügung.

In der Kampagne 2008 lag die Produktion von Kartoffeldauerprodukten mit rund 13.000 Tonnen Speise- und Bio-Speiseindustriekartoffeln auf Vorjahresniveau. Darüber hinaus wurden noch rund 12.000 Tonnen Speise- und Bio-Speiseindustriekartoffeln für die Frühjahrsverarbeitung zugekauft.

In der Maisstärkefabrik Aschach wurden im Geschäftsjahr 2008|09 335.000 (Vorjahr 364.000) Tonnen Mais verarbeitet. Die Verarbeitung von erntefrischem Nassmais wurde auf 107.000 Tonnen gesteigert. Der Rohstoffpreis für Mais aus der neuen Ernte 2008 ist im Vergleich zur Ernte 2007 stark gesunken.

Geschäftsentwicklung

Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2008|09 um 116,3 m€ auf 344,4 (Vorjahr 228,1) m€, was zum Großteil auf die Einbeziehung der Futtermittelumsätze zurückzuführen war. Der Mengenabsatz verzeichnete infolge starker Zuwächse bei Nebenprodukten einen rasanten Anstieg von 462.900 Tonnen im Vorjahr auf 948.900 Tonnen. Der gesamte Nebenproduktabsatz lag bei rund 423.000 (Vorjahr 112.300) Tonnen, was neben der Übernahme der AMV-Aktivitäten aus höheren Nebenproduktverkäufen aus der Bioethanolproduktion in Österreich und Ungarn resultierte. Die zu Geschäftsjahresbeginn sehr guten Preise haben sich allerdings entsprechend der Entwicklung der Getreidepreise wieder stark reduziert.

Der Verkauf von eigenproduzierten Stärkeprodukten war mit 278.600 (Vorjahr 284.800) Tonnen leicht rückläufig. Steigerungen wurden beim Absatz von nativer Stärke (Kartoffel- und Maisstärke) sowie Kindernahrungsmitteln verzeichnet. Im Bereich der technischen Stärken wurden davon rund 110.400 (Vorjahr 98.400) Tonnen an die Papier-, Wellpappe-, Textil- und Bauindustrie abgesetzt. Zunächst rohstoffbedingt steigende Stärkepreise zu Beginn des Jahres 2008 führten zu Anpassungen bei den Vertragslaufzeiten. Infolge der wirtschaftlichen Abschwächung kam es im weiteren Jahresverlauf zu Kapazitätsanpassungen und fallenden Stärkepreisen. Die Verlangsamung der Konjunktur war auch in der Bauindustrie ab Jahresmitte 2008 zu spüren. Im Bereich Lebensmittelstärke betrug das Absatzvolumen 82.200 (Vorjahr 102.600) Tonnen. Hier führten die stark gestiegenen Rohstoffpreise zu Jahresbeginn 2008 zu einem Rückgang der Verkaufsmengen. Mitte des Jahres konnten diese Mengenverluste teilweise wieder kompensiert werden. Ab September 2008 führten die ungünstigen Konjunkturerwartungen zu einem drastischen Preisverfall bei Stärke und zu stagnierenden Abnahmen.

Investitionen

Die Investitionen in Österreich betrugen im Geschäftsjahr 2008|09 13,1 (Vorjahr 9,1) m€. Im Werk Gmünd erfolgte im zweiten Halbjahr 2008|09 die Inbetriebnahme der neuen Walzentrocknungsanlage. Weitere Investitionen betrafen Produktionsoptimierungen, die Erhöhung der Energieeffizienz sowie diverse Ersatzinvestitionen.

UMSATZERLÖSE

Operatives Ergebnis

INVESTITIONEN

MITARBEITER

 
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