Wirtschaftliches Umfeld
Ausreichende Niederschläge führten im Jahr 2008 mit 8,9 (Vorjahr 3,9) Mio. Tonnen zu einer ungarischen Maisernte auf Normalniveau.
Die ungarische Isoglukosequote betrug für das Wirtschaftsjahr 2008|09 rund 220.000 Tonnen. Diese ist zur Gänze der Hungrana zuzurechnen, an der AGRANA und Tate & Lyle/ADM je 50 % der Anteile halten. Für das Wirtschaftsjahr 2009|10 wird diese Quote unverändert beibehalten.
Rohstoff und Produktion
Nach Abschluss umfangreicher Kapazitätserweiterungen auf eine Verarbeitungsleistung von 3.000 Tagestonnen erhöhte Hungrana im Geschäftsjahr 2008|09 die Verarbeitungsmenge auf rund 840.000 (Vorjahr 540.000) Tonnen Mais. Die guten Maiserträge bewirkten eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Verarbeitung an erntefrischem Nassmais in Höhe von 186.000 (Vorjahr 21.100) Tonnen.
Geschäftsentwicklung
Der Ausbau der Bioethanolverarbeitung sowie der Verzuckerungsanlage führten zu einer entsprechenden Absatzsteigerung auf 390.600 (Vorjahr 280.000) Tonnen. Der daraus resultierende Umsatz entsprechend dem 50%-Anteil der AGRANA betrug 134,2 (Vorjahr 91,8) m€. Davon entfiel knapp ein Drittel auf Ethanolverkäufe. Die gesunkenen Maispreise aus der neuen Ernte 2008 verbesserten das Ertragsniveau im zweiten Halbjahr.
Investitionen
In der ungarischen Stärkefabrik wurden im Geschäftsjahr 2008|09 5,4 (Vorjahr 39,8) m€ entsprechend dem 50%-Anteil investiert. Der Ausbau wurde im Laufe des ersten Quartals abgeschlossen, sodass nunmehr die Bioethanol- und Isoglukose-Produktionskapazitäten eine Tagesverarbeitung von 3.000 Tonnen Mais erreichen.