Gute Witterungsbedingungen führten im Kalenderjahr 2008 zu einem Anstieg der weltweiten Getreideproduktion um rund 6 % im Vergleich zum Vorjahr auf 1,78 Mrd. Tonnen. Mais ist mit einem Anteil von 782 Mio. Tonnen die weltweit wichtigste Getreideart. Infolge der guten Ernte kam es zu einem Aufbau der globalen Lagerbestände.
Nach witterungsbedingten Missernten im Jahr 2007 stieg die Maisernte in der EU-27 auch wegen des Wegfalles der Flächenstilllegung im Wirtschaftsjahr 2008|09 auf rund 62 Mio. Tonnen (nach zuletzt rund 48 Mio. Tonnen). Für interventionsfähigen Mais gab es eine Obergrenze von 700.000 Tonnen für das Getreidewirtschaftsjahr 2008|09. Der Großteil der bis Ende Februar der Intervention angebotenen Mengen von rund 540.000 Tonnen stammte aus Ungarn und der Slowakei. Die europäische Weizenproduktion erreichte rund 140 Mio. Tonnen, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von rund 30 Mio. Tonnen entspricht.
Im November 2008 einigten sich die EU-Agrarminister im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik („Health Check“) auf eine reformierte Kartoffelstärke-Marktordnung. Die bestehende Marktordnung wird für drei Wirtschaftsjahre (2009|10, 2010|11 und 2011|12) nahezu unverändert verlängert. Mit dem Ende des Wirtschaftsjahres 2011|12 laufen die bisherigen Marktordnungsinstrumente wie Produktionsquote, gekoppelte Beihilfen sowie Mindestpreis aus. Die bisher an die Produktion gekoppelten Beihilfen an die Landwirte und Industrie werden ab diesem Zeitpunkt entkoppelt und in die einheitliche Betriebsprämie für die Landwirte integriert. Zeitgleich wurde die Flächenstilllegung endgültig abgeschafft.
Die Isoglukosequote in der EU-27 beträgt im Wirtschaftsjahr 2009|10 rund 690.000 Tonnen. Hungrana hält mit 220.000 Tonnen die größte europäische Isoglukose-Quote.