AGRANA Jahresbericht 2009|10
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Erläuterungen zur Bilanz

Erläuterungen zur Bilanz

7.1. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

in t€ Geschäfts-/
Firmenwerte
Konzessionen,
Lizenzen,
Zuckerquote,
ähnliche Rechte
Summe
GESCHÄFTSJAHR 2009|10
Anschaffungskosten
Stand 1.3.2009 222.715 96.784 319.499
Währungsdifferenzen 0 810 810
Konsolidierungskreisänderungen -2.573 -67 -2.640
Zugänge 138 3.316 3.454
Umbuchungen 0 424 424
Abgänge 0 -3.004 -3.004
Stand 28.2.2010 220.280 98.263 318.543
Abschreibungen
Stand 1.3.2009 0 59.001 59.001
Währungsdifferenzen 0 498 498
Konsolidierungskreisänderungen 0 -72 -72
Zugänge 0 9.559 9.559
Umbuchungen 0 -9 -9
Abgänge 0 -2.880 -2.880
Stand 28.2.2010 0 66.097 66.097
Buchwert 28.2.2010 220.280 32.166 252.446
GESCHÄFTSJAHR 2008|09
Anschaffungskosten
Stand 1.3.2008 214.607 91.850 306.457
Währungsdifferenzen 0 -528 -528
Konsolidierungskreisänderungen 8.131 954 9.085
Zugänge 0 7.945 7.945
Umbuchungen 0 600 600
Abgänge -23 -4.037 -4.060
Stand 28.2.2009 222.715 96.784 319.499
Abschreibungen
Stand 1.3.2008 0 53.518 53.518
Währungsdifferenzen 0 -289 -289
Konsolidierungskreisänderungen 0 23 23
Zugänge 0 7.826 7.826
Abgänge 0 -2.077 -2.077
Stand 28.2.2009 0 59.001 59.001
Buchwert 28.2.2009 222.715 37.783 260.498
  • Die Immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere die gemäß IFRS 3 aktivierten Geschäfts-/Firmenwerte, die sich aus dem Erwerb von Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 1995|96 ergeben haben. Außerdem sind hierunter erworbene Kundenbeziehungen, EDV-Software, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie langfristige Anzahlungen ausgewiesen.
  • Von den Buchwerten der Geschäfts-/Firmenwerte entfallen auf das Segment Zucker 21.384 (Vor jahr 21.283) t€, auf das Segment Stärke 2.090 (Vorjahr 2.090) t€ und auf das Segment Frucht 196.806 (Vorjahr 199.342) t€. Der Zugang im Segment Zucker ist auf den Erwerb der restlichen 49 % an der AGRANA Bulgaria AD zurückzuführen. Der Abgang im Segment Frucht ist auf die Entkonsolidierung der AGRANA Fruit Bohemia s.r.o. zurückzuführen.
  • Um die Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 zu erfüllen und um eventuelle Wertminderungen von Geschäfts-/Firmenwerten zu ermitteln, hat AGRANA ihre zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. Im AGRANA-Konzern sind als zahlungsmittelgenerierende Einheiten gemäß dem internen Steuerungs- und Berichtsprozess das Segment Zucker, das Segment Stärke und das Segment Frucht definiert.
  • Zur Überprüfung der Werthaltigkeit wird der Buchwert jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit mittels Zuordnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich zurechenbarer Geschäfts-/Firmenwerte und Immaterieller Vermögenswerte, ermittelt. Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als deren Buchwert einschließlich Geschäfts-/Firmenwert ist. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert bzw. Wert des erwarteten Mittelzuflusses aus dem Vermögenswert ermittelt.
  • AGRANA hat bei der Werthaltigkeitsprüfung unter Anwendung eines DCF-Verfahrens (Discounted Cashflow) auf den erwarteten Mittelzufluss der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten abgestellt. Der Ermittlung der Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen validierte und von den Aufsichtsratsgremien beschlossene Geschäftspläne mit einem Planungshorizont von fünf Jahren zugrunde. Für den über fünf Jahre hinausgehenden Planungszeitraum wird eine gleich bleibende, inflationsbedingte Wachstumsrate von 0,75 % p. a. (Vorjahr 0,75 % p. a.) angenommen. Der aus den Kapitalkosten des AGRANA-Konzerns abgeleitete Abzinsungssatz (WACC) beträgt zwischen 9,5 % und 10,6 % (Vorjahr 8,0 % bis 9,6 %) vor Steuern.
  • Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahresplans berücksichtigt. Wesentlicher Faktor für den Nutzwert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt- und Mengenentwicklungen. Der Nutzwertermittlung liegen deshalb Annahmen, die mit Fachleuten in den regionalen Märkten abgestimmt werden, und Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde.
  • Die Werthaltigkeit aller in der Konzernbilanz enthaltenen Geschäfts-/Firmenwerte wurde nachgewiesen.
  • Am Bilanzstichtag waren keine anderen Immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer auszuweisen.
 

7.2. SACHANLAGEN

 
in t€ Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere
Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung
Anlagen im Bau Summe
GESCHÄFTSJAHR 2009|10
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 1.3.2009 441.591 945.439 161.778 21.286 1.570.094
Währungsdifferenzen 15.675 22.311 3.058 1.307 42.351
Konsolidierungskreisänderungen -3.928 -2.061 -798 188 -6.599
Zugänge 4.121 17.458 6.087 17.400 45.066
Umbuchungen 7.241 9.892 3.745 -21.277 -399
Abgänge -299 -13.132 -6.868 -400 -20.699
Zuschüsse -75 -284 -2 0 -361
Stand 28.2.2010 464.326 979.623 167.000 18.504 1.629.453
Abschreibungen
Stand 1.3.2009 222.444 617.605 119.684 495 960.228
Währungsdifferenzen 5.478 13.259 2.110 6 20.853
Konsolidierungskreisänderungen -3.151 -1.881 -650 -36 -5.718
Zugänge 14.110 49.881 10.700 186 74.877
Umbuchungen 194 -1.410 1.225 0 9
Abgänge -324 -11.408 -6.678 -174 -18.584
Stand 28.2.2010 238.751 666.046 126.391 477 1.031.665
Buchwert 28.2.2010 225.575 313.577 40.609 18.027 597.788
in t€ Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere
Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung
Anlagen im Bau Summe
GESCHÄFTSJAHR 2008|09
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 1.3.2008 462.248 991.346 167.452 46.702 1.667.748
Währungsdifferenzen -24.234 -32.454 -5.672 -2.452 -64.812
Konsolidierungskreisänderungen 1.966 -2.066 -583 148 -535
Zugänge 8.062 29.218 7.467 21.121 65.868
Umbuchungen 18.237 22.961 2.395 -44.193 -600
Abgänge -24.082 -63.536 -9.277 -40 -96.935
Zuschüsse -606 -30 -4 0 -640
Stand 28.2.2009 441.591 945.439 161.778 21.286 1.570.094
Abschreibungen
Stand 1.3.2008 234.995 657.676 121.341 420 1.014.432
Währungsdifferenzen -8.717 -19.884 -3.633 -18 -32.252
Konsolidierungskreisänderungen 76 -5.624 -396 0 -5.944
Zugänge 14.785 48.024 11.341 93 74.243
Umbuchungen 47 -52 5 0 0
Abgänge -18.715 -62.477 -8.974 0 -90.166
Zuschreibung -27 -58 0 0 -85
Stand 28.2.2009 222.444 617.605 119.684 495 960.228
Buchwert 28.2.2009 219.147 327.834 42.094 20.791 609.866
  • Zugänge von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (ausgenommen Geschäfts-/ Firmenwerte):
in t€ 2009|10 2008|09
Segment Zucker 11.420 19.402
Segment Stärke 10.836 23.798
Segment Frucht 26.126 30.613
Summe 48.382 73.813
  • Als Währungsänderungen sind die Beträge ausgewiesen, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte des Anfangsbestandes mit den Währungskursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben.
  • Die Zuschüsse des Geschäftsjahres betreffen öffentliche Subventionen für technische Anlagen in Österreich im Segment Stärke.
  • Die AGRANA-Gruppe nimmt neben dem operativen Leasing vereinzelt auch Finanzierungsleasing in Anspruch. Folgend die Entwicklung der Sachanlagen aus Finanzierungsleasingverträgen:
in t€ 2009|10 2008|09
Anschaffungskosten 193 297
abzüglich kumulierter Abschreibungen -68 -140
Buchwert 125 157
  • Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen (operatives Leasing) bestehen aufgrund von Leasing-, Lizenz- und Mietverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:
in t€ 2009|10 2008|09
Im folgenden Jahr 6.353 5.536
In den folgenden 2 bis 5 Jahren 6.785 5.593
Über fünf Jahre 2.943 5.190
  • Aufwendungen aus operativen Leasing-, Lizenz- und Mietverträgen betrugen 8.913 (Vorjahr 9.221) t€.
 

7.3. ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

in t€ 2009|10 2008|09
Stand 1.3. 605 600
Anteil am Gewinn 0 5
Konsolidierungskreisänderungen -605 0
Stand 28.2. 0 605

Die Österreichische Rübensamenzucht Gesellschaft m.b.H. wird seit dem Geschäftsjahr 2009|10 als nicht konsolidiertes verbundenes Unternehmen geführt.

 

7.4. WERTPAPIERE, BETEILIGUNGEN UND AUSLEIHUNGEN

in t€ Beteiligungen
und
Ausleihungen
Wertpapiere
(langfristige
Vermögens-
werte)
Summe
GESCHÄFTSJAHR 2009|10
Stand 1.3.2009 2.499 104.492 106.991
Währungsdifferenz 32 -1 31
Konsolidierungskreisänderungen 5.566 0 5.566
Zugänge 333 608 941
Abschreibungen -11 0 -11
Umbuchungen -25 0 -25
Abgänge -1.388 -157 -1.545
Zuschreibungen 21 0 21
Neubewertung (IAS 39) 0 35 35
Stand 28.2.2010 7.027 104.977 112.004
GESCHÄFTSJAHR 2008|09
Stand 1.3.2008 92.852 18.657 111.509
Währungsdifferenz -53 15 -38
Konsolidierungskreisänderungen 8 0 8
Zugänge 288 1.384 1.672
Abschreibungen 9 -407 -398
Umbuchungen -85.000 85.000 0
Abgänge -1.105 -81 -1.186
Neubewertung (IAS 39) -4.500 -76 -4.576
Stand 28.2.2009 2.499 104.492 106.991

 

7.5. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

in t€ 28.02.2010 28.02.2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 229.921 206.785
- davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 513 14
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 11.007 4.831
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen 0 11
Forderungen aud Erstattung der Zuckermarktordnung 8.269 5.053
Forderungen aus Quotenverkauf 0 37.916
Forderungen aus Zuschüssen 3.818 4.000
- davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 3.818 0
Positiver Marktwert Rohstoffderivate (Cashflow Hedge) 778 718
Forderungen aus Altlastsanierung 1.703 1.895
- davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 1.505 1.697
Versicherung und Schadensvergütung 986 962
- davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 983 960
Kautionen 78 154
Sonstige Vermögenswerte 23.823 19.153
- davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 3.446 2.455
Zwischensumme Finanzinstrumente 280.383 281.478
- davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 10.265 5.126
Forderungen aus Umsatzsteuern und sonstigen Steuern 43.790 36.654
- davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 387 399
Rechnungsabgrenzungsposten 6.516 5.354
Geleistete Anzahlungen 16.651 8.668
Summe 347.340 332.154
- davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 10.652 5.525

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus dem Verrechnungsverkehr mit den nicht einbezogenen Tochterunternehmen sowie mit der Muttergesellschaft Südzucker AG und deren Tochterunternehmen.

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen ermittelt sich wie folgt:

in t€ 28.02.2010 28.02.2009
Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leistungen 237.031 216.581
Wertberichtigungen -7.110 -9.796
Buchwert (netto) 229.921 206.785

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt:

in t€ 2009|10 2008|09
Wertberichtigungen zum 1.3. 9.796 13.106
Währungsänderung / Sonstige Veränderung -863 -919
Zuführungen 2.243 973
Verbrauch -1.996 -1.038
Auflösungen -2.070 -2.326
Wertberichtigungen zum 28. Februar 7.110 9.796

Aus der Auflösung der Wertberichtigungen resultieren Zinserträge von 36 (Vorjahr 46) t€.

Forderungen werden in der Regel einzeln auf ihre Einbringlichkeit hin untersucht und auf Basis zukünftiger Cashflows eingeschätzt.

Im Falle von Vorfinanzierungen von Landwirten erhält AGRANA als Sicherung Pfandrechte.

Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Kreditrisiken. Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in t€ 28.02.2010 28.02.2009
Noch nicht fällige Forderungen 185.595 160.712
Überfällige Forderungen, die nicht wertberichtigt sind
bis 30 Tage 25.425 22.659
31 bis 90 Tage 7.479 7.224
91 Tage und älter 4.312 6.394
Zwischensumme 222.811 196.989
Wertberichtigungen 7.110 9.796
Buchwert 229.921 206.785
 

7.6. AKTIVE LATENTE STEUERN

Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:

in t€ 28.02.2010 28.02.2009
Aktive latente Steuern
Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder 1.427 1.652
Finanzanlagen (v.a. "Siebentel-Abschreibung" auf Beteiligungen) 11.985 10.784
Steuerliche Sonderposten in Einzelabschlüssen 0 3.257
Sonstige Rückstellungen und sonstige Schulden 3.795 6.170
Verlustvorträge 7.842 11.692
Summe Aktive latente Steuern 25.049 33.555
Saldierung von Aktiven und Passiven Steuerabgrenzungen
gegenüber derselben Steuerbehörde
5.796 2.156
Saldierte Aktive Steuerabgrenzung 30.845 35.711

Die passiven latenten Steuern sind unter Punkt 7.13 erläutert.

 

7.7. VORRÄTE

in t€ 28.02.2010 28.02.2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 125.322 115.370
Fertige und unfertige Erzeugnisse 304.432 382.653
Waren 38.822 64.090
Summe 468.576 562.113

Der Buchwert der wertberichtigten Vorräte beträgt 10.520 (Vorjahr 46.598) t€.

Bei den Vorräten wurden Wertberichtigungen in Höhe von 1.185 (Vorjahr 17.369) t€ vorgenommen.

Im Geschäftsjahr 2008|09 war im Segment Frucht eine Abwertung der Apfelsaftkonzentratbestände aus der damaligen Vorjahresernte von 32.400 t€ auf den Nettoverkaufserlös vorzunehmen.

 

7.8. WERTPAPIERE

Die kurzfristig gehaltenen Wertpapiere und Anteile sind mit einem Betrag von 3.515 (Vorjahr 5.830) t€ ausgewiesen und umfassen überwiegend variabel verzinsliche Papiere, die der Liquiditätsreserve dienen.

 

7.9. EIGENKAPITAL

  • Das Grundkapital beträgt am Bilanzstichtag 103.210.250 € und ist in 14.202.040 Stück auf Inhaber lautende Stammaktien mit Stimmrecht (Stückaktien) zerlegt.
  • Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals finden Sie hier.
  • Die Kapitalrücklagen setzen sich aus gebundene und nicht gebundene Kapitalrücklage zusammen, wobei die gebundene aus Agios und die ungebundene aus Umgründungen resultiert. Die Kapitalrücklage blieb im Geschäftsjahr 2009|10 unverändert. Die Gewinnrücklage umfasst die Neubewertungsrücklage, die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung sowie die thesaurierten Periodenergebnisse.

Angaben zum Kapitalmanagement

Ein wesentliches Ziel des Eigenkapitalmanagements ist die Erhaltung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung, sowohl um die Unternehmensfortführung sicherzustellen als auch eine kontinuierliche Dividendenpolitik zu gewährleisten. Das Verhältnis von Eigen- zum Gesamtkapital zeigt folgendes Bild:

in t€ 28.02.2010 28.02.2009
Eigenkapital 904.654 825.913
Bilanzsumme 1.887.915 1.996.206
Eigenkapitalquote 47,9% 41,4%

Kapitalmanagement bedeutet für AGRANA die Steuerung des Eigenkapitals und der Nettofinanzschulden. Durch eine Optimierung dieser beiden Größen wird versucht, die Rendite der Aktionäre zu optimieren. Neben der Eigenkapitalquote wird vor allem auch die Kennzahl „Gearing“ (Nettofinanzschulden zu Eigenkapital) zur Steuerung verwendet. Die Gesamtkosten des eingesetzten Kapitals und die mit verschiedenen Arten des Kapitals verbundenen Risiken werden laufend überwacht.

 

7.10. RÜCKSTELLUNGEN

in t€ 28.02.2010 28.02.2009
Rückstellungen für
Pensionen 28.154 29.164
Abfertigungen 16.109 16.077
Sonstige 42.665 41.088
Summe 86.928 86.329
 

a) Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen

Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Es handelt sich in beiden Fällen um einen Defined Benefit Plan.

Für die inländischen Gesellschaften sind folgende Annahmen der zu erwartenden Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen zugrunde gelegt:

in t€ 28.02.2010 28.02.2009
Lohn-/Gehaltstrend 2,50 2,50
Rententrend 2,00 2,00
Zinssatz 5,00 5,50
Erwarteter Ertrag des Planvermögens Europa: 5,50 5,50
Mexiko/USA: 9,20 9,20

Im Ausland sind die Annahmen entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten modifiziert.

Der Abzinsungssatz für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage werden im Inland die Richttafeln „AVÖ 2008-P-Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler“ in der Ausprägung für Angestellte verwendet.

Die Verzinsung des Planvermögens resultiert aus der strategischen Portfoliostrukturierung der Pensionskasse.

Die Beiträge, die erwartungsgemäß in der folgenden Berichtsperiode in das Planvermögen eingezahlt werden, werden voraussichtlich 388 t€ betragen.

Die zeitliche Entwicklung der Barwerte der Verpflichtung der letzten fünf Jahre stellt sich wie folgt dar:

in t€ 28.02.2010 28.02.2009 29.02.2008 28.02.2007 28.02.2006
Pensionen 36.462 35.780 35.090 44.378 47.491
Abfertigungen 20.867 19.147 17.564 18.906 17.403

Historische Information zur Pensionsverpflichtung

in t€ 28.02.2010 28.02.2009 29.02.2008 28.02.2007 28.02.2006
Barwert der Verpflichtung 36.462 35.780 35.090 44.378 47.491
Planvermögen 4.767 3.587 3.550 7.156 6.327
Nicht durch Planvermögen
gedeckte Verpflichtung
31.695 32.193 31.540 37.222 41.164

Die Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

in t€ Pensionen Abfertigungen
Geschäftsjahr 2009|10
Bilanzierte Rückstellung 1.3.2009 29.164 16.077
Dienstzeitaufwand 301 973
Zinsaufwand 1.891 1.044
Erwartete Erträge Planvermögen -223 0
Versicherungsmathematische Verluste 1.248 262
Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag 3.217 2.279
Gezahlte Versorgungsleistungen -3.473 -2.262
Dotierung Planvermögen -736 0
Währungsdifferenz -18 15
Bilanzierte Rückstellung 28.2.2010 28.154 16.109
Nicht erfasster versicherungsmathematischer Verlust 3.541 4.758
Marktwert Planvermögen 4.767 0
Barwert der Verpflichtung zum 28.2.2010 36.462 20.867
Geschäftsjahr 2008|09 Pensionen Abfertigungen
Bilanzierte Rückstellung 1.3.2008 30.176 16.057
Dienstzeitaufwand 272 885
Zinsaufwand 1.849 961
Erwartete Erträge Planvermögen -208 0
Versicherungsmathematische Verluste 1.090 196
Gesamter im Periodenergebnis ausgewiesener Betrag 3.003 2.042
Gezahlte Versorgungsleistungen -3.749 -1.972
Dotierung Planvermögen -356 0
Währungsdifferenz 90 -50
Bilanzierte Rückstellung 28.2.2009 29.164 16.077
Nicht erfasster versicherungsmathematischer Verlust 3.029 3.070
Marktwert Planvermögen 3.587 0
Barwert der Verpflichtung zum 28.2.2009 35.780 19.147

Der Anwartschaftsbarwert zeigt die nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag bewerteten Versorgungsansprüche der Mitarbeiter. Darin enthalten sind versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste, die sich aus den Unterschieden zwischen erwarteten und individuell eingetretenen Risiken ergeben. Die Rückstellung für direkte Versorgungsverpflichtungen lässt die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste innerhalb der von IAS 19 bestimmten Grenzen (± 10 % des Anwartschaftsbarwerts) unberücksichtigt.

Ähnliche Verpflichtungen bestehen insbesondere bei ausländischen Konzerngesellschaften. Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des künftigen Kostentrends bewertet.

Erfahrungsbedingte Anpassungen infolge des Unterschieds zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Verlauf betragen –1.418 (Vorjahr –2.258) t€.

Die Entwicklung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

in t€ 2009|10 2008|09
Planvermögen (Zeitwert) 1.3. 3.587 3.550
Währungsdifferenz 10 -14
Tatsächliche Aufwendungen/Erträge aus Planvermögen 434 -304
Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen 736 355
Ausgaben des Planvermögens 0 0
Planvermögen (Zeitwert) 28.2. 4.767 3.587

Das Planvermögen betrifft insbesondere Veranlagungen in eine externe Pensionskassa.

 

b) Sonstige Rückstellungen

in t€ Rekultivierung Personal-
aufwendungen
inklusive
Jubiläumsgeld
Ungewisse
Verbindlich-
keiten
Summe
GESCHÄFTSJAHR 2009|10
Stand 1.3.2009 10.459 13.316 17.313 41.088
Währungsänderungen 255 130 239 624
Konsolidierungskreisänderungen 0 59 194 253
Verbrauch -574 -3.290 -6.055 -9.919
Auflösung -1.504 -1.734 -5.805 -9.043
Zuführung 67 3.475 16.120 19.662
Stand 28.2.2010 8.703 11.956 22.006 42.665
- davon innerhalb 1 Jahres 1.906 5.211 21.475 28.592
GESCHÄFTSJAHR 2008|09
Stand 1.3.2008 11.634 19.380 29.867 60.881
Währungsänderungen -310 -143 -15 -468
Konsolidierungskreisänderungen 0 35 208 243
Verbrauch -861 -7.836 -11.090 -19.787
Auflösung -198 -881 -11.896 -12.975
Zuführung 194 2.761 10.239 13.194
Stand 28.2.2009 10.459 13.316 17.313 41.088
- davon innerhalb 1 Jahres 2.488 6.101 14.924 23.513

Die sonstigen Rückstellungen sind mit 14.073 (Vorjahr 17.575) t€ den langfristigen Schulden zuzuordnen, die kurzfristigen Rückstellungen sind mit 28.592 (Vorjahr 23.513) t€ ausgewiesen.

Die Rückstellung für Rekultivierung umfasst neben den Rekultivierungsverpflichtungen auch die Entleerung von Deponien und Abraumbeseitigung. In den Rückstellungen für Personalaufwendungen sind auch die Rückstellungen für Jubiläumsgelder enthalten. Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten unter anderem Rückstellungen für Prozessrisiken (1.480 t€), Stationskosten VÖR (7.603 t€), Nachzahlungen Exportpreise (1.314 t€) und andere Risikovorsorgen (1.709 t€).

 

7.11. FINANZVERBINDLICHKEITEN

 
in t€ Stand
28.02.2010
davon Restlaufzeit Stand
28.02.2009
davon Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Anleihen 0 0 0 0 20.000 20.000 0 0
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
455.346 307.132 144.835 3.379 635.741 385.691 247.878 2.172
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
100.000 40.000 60.000 0 0 0 0 0
Leasingverbindlichkeiten 115 28 87 0 154 27 127 0
Finanzverbindlichkeiten 555.461 347.160 204.922 3.379 655.895 405.718 248.005 2.172
Wertpapiere
(langfristige Vermögenswerte)
-104.977 -104.492
Wertpapiere
(kurzfristige Vermögenswerte)
-3.515 -5.830
Flüssige Mittel -70.388 -75.458
Nettofinanzschulden 376.581 470.115

Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten die Punkte 8.1. bis 8.3.

Zum Bilanzstichtag wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie folgt besichert:

in t€ 28.02.2010 28.02.2009
Grundpfandrechte 1.368 2.968
Sonstige Pfandrechte 21.602 21.202
Summe 22.970 24.170

7.12. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

 
in t€ Stand
28.02.2010
davon Restlaufzeit Stand
28.02.2009
davon Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 1 Jahr über 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
210.075 210.075 0 225.963 225.963 0
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
13.634 13.634 0 8.193 8.193 0
Sonstige Verbindlichkeiten 87.053 84.824 2.229 158.665 156.707 1.958
- davon Restrukturierungsabgabe 0 0 0 69.652 69.652 0
- davon Rechnungsabgrenzungsposten 3.911 3.911 0 4.950 4.950 0
- davon Produktionsabgabe 6.706 6.706 0 5.692 5.692 0
- davon sonstige Steuern 8.110 8.110 0 11.532 11.532 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.475 5.475 0 5.869 5.869 0
Summe 310.762 308.533 2.229 392.821 390.863 1.958

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen gegenüber den Rübenbauern von 66.671 (Vorjahr 76.187) t€ ausgewiesen.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten weiters Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Versorgungseinrichtungen sowie Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung.

7.13. PASSIVE LATENTE STEUERN

Die latenten Steuern sind den folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:

in t€ 28.02.2010 28.02.2009
Passive latente Steuern
Anlagevermögen 4.113 18.273
Vorräte und Forderungen 2.528 10.830
Steuerliche Sonderposten in Einzelabschlüssen 6.932 0
Summe Passive latente Steuern 13.573 29.103
Saldierung von Aktiven und Passiven Steuerabgrenzungen
gegenüber derselben Steuerbehörde
5.796 2.156
Saldierte Passive Steuerabgrenzung 19.369 31.259

Die aktiven latenten Steuern sind unter Punkt 7.6. erläutert.

7.14. EVENTUALSCHULDEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

in t€ 28.02.2010 28.02.2009
Bürgschaften 48.059 44.500
Gewährleistungsverpflichtungen, genossenschaftliche Haftungen 1.649 1.697
Eventualschulden 49.708 46.197

Die Bürgschaften betreffen vor allem Bankkredite der gemeinschaftlich geführten Beteiligungen im Bereich Zucker und Juice.

Die zu Gunsten nahestehender Unternehmen abgegebenen Bürgschaften belaufen sich auf
14.962 t€.

Es wird von keiner Inanspruchnahme der Bürgschaften ausgegangen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

in t€ 28.02.2010 28.02.2009
Barwert der innerhalb von 5 Jahren fälligen Leasingraten 13.138 11.129
Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen 504 54
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 13.642 11.183
 
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