Im Bereich Fruchtzubereitungen kam es im Geschäftsjahr 2009|10 zu einem leichten Mengenwachstum über sämtliche Regionen hinweg. AGRANA konnte insgesamt den Marktanteil ausbauen. Ausschlaggebend dafür waren unter anderem die konsequente Weiterentwicklung des Qualitäts- und Serviceniveaus. Dies wirkte sich positiv auf die Absatzsituation in den Regionen West- und Osteuropas sowie im asiatischen und pazifischen Raum aus. In Russland und in der Ukraine konnte AGRANA trotz des volkswirtschaftlichen Abschwungs im Jahr 2009 deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse erzielen. Auch in China und Südkorea beschleunigte sich das Wachstum von AGRANA. Unterjährige Absatzschwankungen waren in Lateinamerika (speziell in Argentinien und Mexiko) zu registrieren. In sehr wettbewerbsintensiven Märkten, wie Deutschland oder USA, konnte sich AGRANA im Laufe des Geschäftsjahres 2009|10 dank innovativer Produkte und intensivierter Marktbearbeitung gut behaupten.
Den niedrigeren Verkaufspreisen für Fruchtzubereitungen konnte AGRANA durch Effizienzsteigerungen im Einkauf, in der internen Struktur sowie bei den innerbetrieblichen Abläufen erfolgreich entgegenwirken. Die Standardisierung von Prozessen und Nutzung segmentübergreifender Synergien soll auch zukünftig dazu beitragen, die Ertragslage weiter zu verbessern.
Seit dem vierten Kalenderquartal 2009 ist von Kundenseite wieder vermehrt Interesse an Innovationen spürbar. Beispiele dafür sind Konzepte im Zusammenhang mit Gewichtsmanagement, Natürlichkeit, funktionalem Zusatznutzen und Kinderprodukten, aber auch neue Fruchtzubereitungen unter Zusatz von Schokoprodukten und Cerealien. In den USA werden zukünftig auch Fruchtzubereitungen für Backwarenprodukte produziert.
Gestiegene Absatzvolumina bei Fruchtsaftkonzentraten konnten die niedrigeren Verkaufspreise mehr als ausgleichen. In den großen westeuropäischen Märkten (Deutschland und Großbritannien) für Fruchtsaftkonzentrate gelang es AGRANA, die Absätze stabil zu halten. Der drastische Preisverfall folgte den deutlich niedrigeren Rohstoff preisen der Ernte 2008. Die Preise für Apfelsaftkonzentrat lagen im Durchschnitt ein Drittel unter dem Vorjahresniveau, wobei im zweiten Halbjahr 2009|10 eine Stabilisierung erfolgte. Ab Jänner 2010 verzeichnete AGRANA einen leichten Preisanstieg, den eine rege Nachfrage und limitierte Verfügbarkeit von Konzentratmengen ausgelöst hatte. Durch den Abschluss von Jahreskontrakten mit großen Fruchtsaftabfüllern wurde der Großteil der Produktion von Apfelsaftkonzentrat bereits während der Kampagne vertraglich abgesichert.
AGRANA hat im Geschäftsjahr 2009|10 ihr Kundenportfolio verbreitert und neue Absatzregionen erschlossen, um die Abhängigkeit von den hochkompetitiven zentral- und westeuropäischen Märkten zu verringern und Preisschwankungen besser ausgleichen zu können. Bis Ende 2009 wurden Reorganisationsmaßnahmen nach den Lean-Prinzipien an allen europäischen Produktionsstandorten erfolgreich umgesetzt. Mit der Optimierung der Produktionskosten soll die Wettbewerbsfähigkeit gesichert und gesteigert werden.
Ein Großteil der AGRANA Juice-Produktionsstätten liegt in den osteuropäischen Rohstoff gebieten (Ungarn, Polen, Ukraine, Rumänien). Im Geschäftsjahr 2009|10 halfen Kurssicherungen und stärkere Zloty- und Forintkurse gegenüber dem Euro, einen erheblichen Teil der im vorangegangenen Geschäftsjahr 2008|09 verbuchten Fremdwährungsverluste wieder auszugleichen.
