AGRANA Jahresbericht 2009|10
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Rohstoff und Ernte

Rohstoff und Ernte

Die Preisentwicklung bei Früchten der Ernte 2009 war durch eine rezessionsbedingt schwache Nachfrage geprägt. Zusammen mit deutlichen Übermengen aus dem Vorjahr bewirkte dies ein niedrigeres Preisniveau. Die globale Einkaufsgesellschaft der AGRANA Fruit bewährte sich in der zentralen Koordination und Abwicklung des Früchteeinkaufs. Ziel ist eine verstärkte Eigenversorgung mit Früchten aus Tiefkühlwerken in Ländern wie Mexiko, Marokko, Argentinien und Polen sowie die enge Zusammenarbeit mit Exklusivlieferanten für die wichtigsten Früchte und Produktionsstätten weltweit.

Für das Geschäftsjahr 2010|11 erwartet AGRANA für Fruchtzubereitungen steigende Einkaufsmengen und generell ein Ansteigen der Fruchtpreise aufgrund folgender Faktoren: teilweise Reduktion der Anbaufl ächen wegen des geringen Preisniveaus im letzten Jahr sowie Erwartung einer geringeren Mengenverfügbarkeit infolge des witterungsbedingt späten Erntebeginns in Marokko und Mexiko. Chile gilt als einer der Hauptlieferanten für Himbeeren, Brombeeren und kultivierte Heidelbeeren. Die Lieferungen nach Europa und in die USA sind nach dem Erdbeben im Februar 2010 deutlich eingeschränkt.

AGRANA gelang es dank einer guten europäischen Apfel- und Beerenernte, die insgesamt zwölf Fabriken in hohem Maße auszulasten. In den Hauptanbaugebieten herrschten durchwegs günstige Witterungsbedingungen ohne Fröste. Die Beerenverarbeitung lief von Juni bis Anfang September 2009. Die Apfelkampagnen in Europa und China begannen Mitte August und wurden im Dezember 2009 abgeschlossen.

Obwohl die europäische Apfelernte mit rund 11 Mio. Tonnen um rund 5 % geringer als im Rekordjahr 2008 ausfiel und die Rohstoffpreise unter dem Vorjahr lagen, gelang es AGRANA Juice, durch gezielte Anpassungen der Einkaufsstrategie in den jeweiligen Ländern die erforderlichen Mengen einzukaufen. Der milde Herbst sorgte für eine überdurchschnittliche Qualität der Verarbeitungsäpfel. Erst malig wurde in Ungarn Apfelsaftkonzentrat aus biologischem Anbau erzeugt. Durch die ab 1. Juli 2010 gültige Kennzeichnungspflicht im Rahmen der EU-Bio-Verordnung ist entsprechender Bedarf zu erwarten. Daher ist für das Geschäftsjahr 2010|11 eine Ausweitung der Produktpalette und der Mengen an biologisch produzierten Fruchtsaftkonzentraten geplant.

Trotz einer prognostizierten Rekordernte von rund 32 Mio. Tonnen Äpfel verringerte sich in China das Apfelangebot für die industrielle Verarbeitung durch eine höhere Nachfrage für den Frischmarkt. Die Erträge der Apfelernte 2009 lagen über dem Vorjahr. Schätzungen zufolge betrug die gesamte chinesische Produktionsmenge an Apfelsaftkonzentrat für das Jahr 2009 rund 65 % des Rekordjahres 2008.

Im Bereich der roten Beeren war es trotz reduzierter Rohwarenpreise möglich, die erforderlichen Mengen hauptsächlich in Polen, Dänemark, Ungarn und der Ukraine einzukaufen.

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