AGRANA Jahresbericht 2009|10
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Wirtschaftliches Umfeld

Wirtschaftliches Umfeld

Zuckerweltmarkt
Ernteausfälle der beiden weltgrößten Produzenten Brasilien und Indien im Kalenderjahr 2009 führten zu einem Anstieg der Weltmarktpreise. Rohzucker in New York erreichte am 1. Februar 2010 mit einer Notierung von 670,2 USD je Tonne den Höchstpreis seit 30 Jahren. Weißzuckerfutures verzeichneten am 21. Jänner 2010 ebenfalls eine Rekordnotierung von 767,0 USD je Tonne. Zwischenzeitlich hat sich bei den Börsenpreisen ein Abwärtstrend eingestellt.

In der aktuellen Schätzung der Weltzuckerproduktion für das ZWJ 2009|10 (Oktober 2009 bis September 2010) rechnet das Analyseunternehmen F. O. Licht mit einem Anstieg der weltweiten Zuckerproduktion um 5,1 Mio. Tonnen auf 156,0 Mio. Tonnen. Davon entfallen etwa 34,6 Mio. Tonnen auf die Herstellung aus Zuckerrüben (plus 2,5 Mio. Tonnen im Vergleich zum ZWJ 2008|09) und rund 121,4 Mio. Tonnen auf die Rohrzuckerproduktion (plus 2,6 Mio. Tonnen). Trotz eines Anstiegs der globalen Zuckerproduktion wird im ZWJ 2009|10 bei einem geschätzten Konsum von 163,3 Mio. Tonnen mit einem Zuckerdefizit gerechnet.

Internationale Zuckernotierung im AGRANA-Geschäftsjahr 2009|10

Zuckermarktordnung
Die seit 1. Juli 2006 geltende Zuckermarktordnung hat eine Laufzeit bis September 2015. Die entscheidenden Elemente der Reform umfassen die Senkung der Referenzpreise für EU-Quotenzucker um 36 %, die Kürzung des Rübenpreises um 40 % und die Senkung der europäischen Produktionsmenge um 6 Mio. Tonnen. Es wurden 5,8 Mio. Tonnen Produktionsquoten (Zucker, Isoglukose und Inulinsirup) an den Restrukturierungsfonds zurückgegeben. Die Auszahlung der Restrukturierungsprämien für die Quotenrückgaben von AGRANA im ZWJ 2008|09 erfolgte zur Gänze im Juni 2009. AGRANA hält eine Produktionsquote von rund 618.000 Tonnen. Im Jänner 2010 hat die EU-Kommission bekanntgegeben, dass von einer finalen Quotenkürzung abgesehen wird.

Seit 1. Oktober 2009 ist der europäische Zuckermarkt für Einfuhren sowohl aus den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt (LDC) durch das „Alles-außer-Waffen“-Abkommen (EBA) als auch aus den AKP-(Afrika-Karibik-Pazifik-)Staaten durch das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA) offen. Zölle und Mengenbegrenzungen wurden vollständig aufgehoben. Eine spezielle Schutzklausel soll bei Überschreiten einer bestimmten Importmenge die Wiedereinführung von Schutzzöllen erlauben.

Für das ZWJ 2009|10 hat die EU-Kommission ein zollfreies Importkontingent von 400.000 Tonnen Nicht-Quotenzucker für die chemische Industrie gewährt. Im Gegenzug ermöglichte sie der Zuckerindustrie den ungestützten Export von 650.000 Tonnen Nicht-Quotenzucker und 50.000 Tonnen Isoglukose auf den Weltmarkt. Aufgrund der außergewöhnlich günstigen klimatischen Bedingungen und der daraus resultierenden guten Erträge für Nicht-Quotenzucker hat die EU-Kommission am 14. Oktober 2009 die Exportlizenzen für Nicht-Quotenzucker auf 1.350.000 Tonnen aufgestockt. Diese Ausfuhrmenge wurde im Jänner 2010 weltmarktpreisbedingt durch eine einmalige Erhöhung von 500.000 Tonnen Nicht-Quotenzucker auf 1.850.000 Tonnen erweitert. AGRANA verfügt über ausreichende Exportlizenzen für den Nicht-Quotenzuckerabsatz im ZWJ 2009|10.

Außenhandel Zucker
Die seit 2001 laufenden WTO-II-Verhandlungen blieben bislang ohne konkretes Ergebnis. Ein Abschluss in naher Zukunft gilt derzeit als unwahrscheinlich. Das der EU-Kommission seitens der Mitgliedsstaaten erteilte Verhandlungsmandat gilt unverändert.

UMSATZERLÖSE

OPERATIVES ERGEBNIS

INVESTITIONEN

 
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