AGRANA Jahresbericht 2009|10
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Beschaffung von Bio-
Rohstoffen im Segment Frucht

Beschaffung von Bio- Rohstoffen im Segment Frucht

Verankerung der Nachhaltigkeit und des ressourcenschonenden Umganges mit der Natur in unserer Unternehmenskultur.

Das besonders in Österreich und Deutschland wachsende Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit spiegelt sich vermehrt im Sortiment der Supermärkte wider. Der Trend zu natürlichen Fruchtjoghurts aus biologischer Landwirtschaft stellt sowohl an die Hersteller von Fruchtzubereitungen als auch an die weiterverarbeitende Molkereiwirtschaft hohe Anforderungen hinsichtlich der Rückverfolgbarkeit von Zutaten. Wurden für die Produktion von Fruchtzubereitungen bisher vor allem qualitative Anforderungen an die Rohwaren gestellt, gewinnen zunehmend auch ökologische und soziale Aspekte ihrer Kultivierung und weiteren Verarbeitung an Bedeutung.

Um Beschaffungssynergien besser steuer- und nutzbar zu machen, wurde der Einkauf von Früchten 2007 von den lokalen Produktionsstandorten zentral in die Verantwortung der AGRANA Fruit Services GmbH übertragen. Sie ist die weltweit in allen wesentlichen Fruchtanbauregionen tätige Fruchteinkaufsorganisation der AGRANA Fruit.

Um ökonomische, ökologische, aber auch soziale Aspekte in der Rückverfolgbarkeitskette optimieren zu können, betreibt AGRANA in Argentinien, Marokko, Mexiko, Polen und der Ukraine eigene Verarbeitungsanlagen der ersten Stufe, in denen die erntefrischen Früchte sortiert, geputzt und tiefgekühlt werden. Außerdem strebt das Unternehmen vor allem auch im Bereich von Bio-Rohwaren strategische Allianzen mit Fruchtproduzenten an. Der direkte Bezug durch Vertragsanbau und Exklusivliefervereinbarungen ermöglicht eine noch lückenlosere Rückverfolgbarkeit und bietet durch die intensivere Kooperation mit den Fruchtproduzenten den Vorteil, noch gezielter auf die Bedürfnisse der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie eingehen zu können.

Die Herstellung von Fruchtzubereitungen für den Einsatz in 100 % natürlichen Bio-Fruchtjoghurts stellt dabei besonders hohe Anforderungen an alle Produktionsstufen – vom Anbau der Rohstoffe bis zu deren schonender Verarbeitung. Es dürfen weder Aromen noch Konservierungs- oder Farbstoffe zum Einsatz kommen. Gleichzeitig muss aber ein immer gleichbleibend intensiver Geschmacksstandard gewährleistet werden. Der vom Endkunden erwartete unveränderte Erdbeergeschmack eines Bio-Erdbeerjoghurts lässt sich aufgrund unterschiedlicher Witterungsbedingungen, Erntezeiten und Bezugsquellen nur durch die Verwendung und Mischung verschiedener Erdbeervarietäten erzielen.

Um die geschmacksintensivsten und qualitativ am besten geeigneten Varietäten für die Produktion im europäischen Raum auszuwählen, startete AGRANA im Jahr 2009 in Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur in Wien und der Technischen Universität Wien ein Projekt zur Sortenselektion. Bis 2012 werden die geschmacksintensivsten Erdbeersorten ausgewählt und für den großflächigen Einsatz in Kooperationen mit Bio-Erdbeerproduzenten kultiviert.

AGRANA hat Anfang 2010 eine Zusammenarbeit mit Bio-Bauern in Polen aufgenommen. Ziel ist die Sicherung der künftigen Rohstoffbasis in geschmackintensivster Bio-Qualität. Im Rahmen der Vertragsvereinbarungen unterstützt AGRANA die teilnehmenden Bio-Bauern durch die Bereitstellung von Erdbeerpflanzen und Know-how in der Pflanzenpflege. Die auf diese Weise produzierten Früchte werden direkt im AGRANA-Werk in Ostrołęka|Polen für den Einsatz in AGRANA-Bio-Erdbeerzubereitungen entweder gefroren oder aseptisch weiterverarbeitet.

 
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Konzernlagebericht : Umwelt und Nachhaltigkeit : Beschaffung von Bio- Rohstoffen im Segment Frucht
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