AGRANA-Strategie
„Wir bei AGRANA haben eine gemeinsame Vision – Qualitätsführerschaft in der Veredelung landwirtschaftlicher Rohstoffe zu Zucker- und Stärkeprodukten sowie in der Verarbeitung von Früchten. Durch unser Bewusstsein für Qualität und Effizienz sind wir mit 52 Standorten weltweit die erste Wahl für Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie und für technische Anwendungen.“
Strategische Positionierung
mit den drei
Geschäftsfeldern Zucker, Stärke und Frucht.
AGRANA als international ausgerichtetes österreichisches Industrieunternehmen ist in den Segmenten Zucker und Stärke in Europa und im Segment Frucht weltweit tätig und will in diesen Märkten eine führende Position in der industriellen Veredelung von Rohstoff en einnehmen. Der Konzern verfolgt einen an den jeweiligen lokalen Marktgegebenheiten ausgerichteten Wachstumskurs. Langfristige und stabile Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes sind wichtige Eckpfeiler der an den Grundsätzen nachhaltigen Wirtschaftens ausgerichteten Unternehmensstrategie. Ziel von AGRANA ist es, sowohl global agierenden als auch regional tätigen Kunden weltweit beste Produktqualität, optimalen Service sowie innovative Ideen und Know-how in der Produktentwicklung zu bieten.
AGRANA kontrolliert und steuert die Wertschöpfungskette vom Einkauf der agrarischen Rohstoffe bis zu den daraus gewonnenen industriellen Vorprodukten, im Segment Zucker auch bis zum Endprodukt für den Konsumenten. AGRANA nutzt das konzerneigene strategische Know-how über die Segmente hinweg. Dies betrifft vor allem die landwirtschaftliche Kontraktwirtschaft und Rohstoffbeschaffung, Kenntnisse von Kundenbedürfnissen und Märkten, die Möglichkeiten segment übergreifender Produktentwicklungen sowie Synergien in der Logistik, im Einkauf, Verkauf und Finanzbereich. Diese Gemeinsamkeiten im Paket sind die Basis für eine gute Marktstellung gegenüber den Mitbewerbern in allen Produktgruppen sowie die Innovationskraft und die gute Kostenposition der AGRANA.
STRATEGIE – SEGMENT Zucker
Strategisches Ziel ist ein kunden- und marktorientiertes Wachstum.
Im Segment Zucker ist AGRANA als Anbieter in den Ländern Zentral-, Ost- und Südosteuropas bestens positioniert. Durch hohe Qualitätsstandards, ein breites Zuckersortiment und die Pflege ihrer regionalen Marken diff erenziert sich AGRANA von den Mitbewerbern.
STRATEGIE – SEGMENT STÄRKE
Strategisches Ziel ist organisches Wachstum und Schaffung von Mehrwert in kundenspezifi schen Produkten.
Im Segment Stärke konzentriert sich AGRANA auf Spezialitätenprodukte, die eine hohe Veredelungstiefe aufweisen. Innovative, kundenorientierte Produkte mit entsprechender Anwendungsberatung, laufende Produktentwicklungen sowie ständige Kostenoptimierungen sind die Basis für den Erfolg. Beispiele sind die führende Position bei Bio-Stärken und GVO-freien (frei von gentechnisch veränderten Organismen) Stärken für die Lebensmittelindustrie oder im technischen Sektor die Führungsrolle bei Spezialstärken für die Papier-, Textil-, Kosmetik-, Pharma- und Baustoffi ndustrie. Die AGRANA-Kernkompetenz – die Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe zu industriellen Produkten – bildet auch die Grundlage für das Bioethanol-Geschäft. In Österreich und Ungarn ist AGRANA führender Anbieter dieses CO2-sparenden Treibstoffs.
STRATEGIE – SEGMENT FRUCHT
Strategisches Ziel ist ein kunden- und marktorientiertes, globales Wachstum.
Im Segment Frucht ist AGRANA in den Geschäftsfeldern Fruit (rund 80 % der Segmentumsätze) und Juice (rund 20% der Segmentumsätze) tätig:
- AGRANA Fruit stellt als Partner für die Nahrungsmittelindustrie kundenspezifische Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Eiscreme- und Backwarenindustrie her. Auf diesem globalen Markt mit lokalen, kundennahen Produktionseinheiten ist AGRANA Weltmarktführer, baut die Präsenz weiter aus und folgt ihren international tätigen Kunden in neue Märkte.
- AGRANA Juice legt den Schwerpunkt auf die Herstellung von Fruchtsaftkonzentraten aus Äpfeln, roten Früchten und Beeren. Durch in der Nähe der Rohstoffgebiete liegende Produktionsstätten kann die hohe Qualität der Produkte garantiert und der globale Absatz an die Getränkeindustrie sichergestellt und weiter ausgebaut werden.
Durch Maßnahmen organischen Wachstums sowie durch Akquisitions- und Beteiligungsprojekte gelingt es, die starke globale Marktposition abzusichern und laufend abzurunden.
STRATEGIE – SYNERGIEN
Strategisches Ziel ist die Nutzung segmentübergreifender Synergien, um für die immer volatiler werdenden Rahmenbedingungen in den Geschäftssegmenten optimal positioniert zu sein.
Die Synergiestrategie bildet gewissermaßen die Klammer über die drei einzelnen Segmentstrategien und schließt auch das Thema Nachhaltigkeit ein. Für AGRANA hat Nachhaltigkeit einen ökologischen und finanziellen Aspekt. Es ist ein Ziel, nachhaltig zu wirtschaften und nicht den kurzfristigen finanziellen Erfolg in den Vordergrund zu stellen, deshalb zielt AGRANA auch auf einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Als Beispiele für eine bestmögliche und nachhaltige Verwertung der eingesetzten agrarischen Rohstoffe können die zuletzt in Angriff genommenen Projekte der CO2-Rückgewinnung oder eines Weizenstärkewerkes in Pischelsdorf| Österreich herangezogen werden, wo mit einer mehrstufigen, synergetischen Veredelung der landwirtschaftlichen Rohstoffe der Grundgedanke einer möglichst geschlossenen Kreislaufwirtschaft umgesetzt werden wird.
STRATEGIE – KAPITALMARKT
Strategisches Ziel ist eine langfristig ausgerichtete Partnerschaft mit den Aktionären.
Die solide Eigenkapitalausstattung sichert AGRANA unternehmerischen Handlungsspielraum. Zur Deckung des Gesamtfinanzierungsbedarfes stehen AGRANA neben der Innenfinanzierungskraft hohe, abgesicherte Kreditlinien zur Verfügung. AGRANA sieht ihre Aktionäre als langfristige Partner in der Realisierung der Unternehmensziele und bietet ihnen eine langfristig ausgerichtete attraktive Anlagerendite bei ausgewogener Risikolage selbst in einem volatilen Umfeld. Mit einer off enen und transparenten Informationspolitik verfolgt AGRANA das Ziel, das Vertrauen der Aktionäre in das Unternehmen zu erhalten und die geschäftliche Entwicklung sowie die unternehmerischen Entscheidungen einschätzbar und nachvollziehbar zu machen.
