Umsatz- und Ertragslage
Der Konzernumsatz der AGRANA-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2010|11 um 176,7 m€ bzw. 8,9 % auf 2.165,9 (Vor- jahr 1.989,2) m€. Die gestiegenen Umsätze in allen drei Segmenten waren primär auf Absatzmengensteigerungen, aber auch auf im Durchschnitt etwas höhere Preise (in den Segmenten Stärke und Frucht) zurückzuführen. Bei einem Umsatz von 713,1 (Vorjahr 684,1) m€ konnten im Segment Zucker die preisbedingt geringeren Quotenzuckerumsätze durch erheblich gesteigerte Nicht-Quotenzucker-Exporte, die auch preislich zulegen konnten, mehr als kompensiert werden. Die Umsatzerlöse im Segment Stärke lagen bei 583,2 (Vorjahr 499,2) m€ und entwickelten sich ebenfalls aufgrund erhöhter Verkaufsvolumina und zuletzt auch steigender Verkaufspreise positiv. Infolge der Anpassung an die gesunkenen Rohstoffkosten der letztjährigen Ernte zeigten die Verkaufspreise bei Stärkeprodukten im ersten Halbjahr 2010|11 noch eine rückläufige Tendenz, seit Mitte des Geschäftsjahres war jedoch eine Trendumkehr zu verzeichnen. Im Segment Frucht erreichte AGRANA vorwiegend durch Absatzsteigerungen bei Fruchtzubereitungen (rund 80 % des Segmentumsatzes) und durch Preissteigerungen bei Fruchtsaftkonzentraten ebenfalls einen Umsatzzuwachs auf 869,6 (Vorjahr 805,9) m€.
Das operative Konzernergebnis lag mit 128,1 m€ um 39,4 % oder 36,2 m€ über dem Vorjahr (91,9 m€). Eine Ergebnissteigerung wurde in allen drei Segmenten realisiert. Die seit dem dritten Quartal höheren Rohstoffkosten in den Segmenten Stärke und Frucht konnten durch Preissteigerungen nahezu kompensiert werden, wodurch es möglich war, eine Belastung der Margen in Grenzen zu halten. Des Weiteren schlugen sich die bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr eingeleiteten Optimierungsschritte positiv im operativen Ergebnis nieder.
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit im Geschäftsjahr 2010|11 betrug 128,1 (Vorjahr 86,9) m€. Während im aktuellen Geschäftsjahr kein Ergebnis aus Sondereinflüssen ausgewiesen wurde, sind im Vorjahr noch Aufwendungen für die Verlegung des Holdingsitzes der AGRANA Fruit sowie der Firmenwertabgang aus der Schließung des Werkes in Kaplice|Tschechien in Höhe von –5,0 m€ als Sondereinfluss berichtet worden, die dem Segment Frucht zuzuordnen waren.
Das Finanzergebnis in Höhe von –19,0 (Vorjahr 0,5) m€ war bei einem verbesserten Zinsergebnis primär auf das Währungsergebnis, das betragsmäßig wieder einen Wert des langjährigen Durchschnitts erreichte, zurückzuführen. Den außergewöhnlich hohen Währungsgewinnen des Vorjahres von 18,9 m€ standen im Geschäftsjahr 2010|11 Währungsverluste von –2,5 m€ gegenüber.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich folglich von 87,4 m€ im Vorjahr auf 109,1 m€. Nach einem Steueraufwand von –22,4 m€ (entspricht einer Steuerquote von 20,5 %) betrug das Konzernjahresergebnis 86,7 (Vorjahr 72,7) m€. Das den Aktionären der AGRANA zurechenbare Konzernjahresergebnis stieg auf 84,5 (Vorjahr 72,2) m€, das Ergebnis je Aktie betrug somit 5,95 (Vorjahr 5,08) €.
Umsatz nach Regionen

Umsatz nach Segmenten

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