Sie befinden sich hier: Start › Konzernlagebericht › Segment Frucht › Geschäftsentwicklung

Geschäftsentwicklung

Im Bereich Fruchtzubereitungen für die Molkereiindustrie kam es im Geschäftsjahr 2010|11 zu einem Mengenwachs­tum von 4,8 % und somit zu einem leichten Ausbau des Marktanteils, welcher global knapp über einem Drittel liegt. Fast alle Landesgesellschaften und Regionen konnten ihren Absatz ausbauen. In den Schwellenländern, aber auch in Deutschland wurden aufgrund verstärkter Exporte zweistellige Wachstumsraten realisiert. Auch die Diversifikation außerhalb des Stammgeschäftes mit Molkereien schritt voran; der Absatz an die Eiscreme- und Backwarenindustrie wuchs überdurchschnittlich.

Sowohl Umsatz als auch Ergebnis wurden weiter gesteigert. Ausschlaggebend dafür waren die Absatz- und Effizienz­steigerungen sowie positive Währungseinflüsse in den USA und einigen asiatischen Ländern. Die im zweiten Halbjahr 2010|11 gestiegenen Rohstoffpreise konnten großteils an den Markt weitergegeben werden.

Das Absatzziel bei Fruchtsaftkonzentraten wurde trotz geringerer Erntemenge erreicht. Die geringe Erntemenge konnte teilweise durch Zukauf von trüben, halbfertigen Konzentraten ausgeglichen werden. Bedingt durch die höheren Rohwarenpreise waren auch höhere Verkaufspreise am Markt durchzusetzen und damit eine deutliche Umsatz­steigerung zu erzielen. In den großen westeuropäischen Fruchtsaft­konzentratmärkten (Deutschland und Groß­britannien) gelang es AGRANA, die Absätze stabil zu halten. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010|11 wurden niedrigpreisige Kontrakte aus der Ernte 2009 und ab dem vierten Quartal 2010|11 hochpreisige Kontrakte aus der Ernte 2010 ausgeliefert. Durch den Abschluss von Jahres­kontrakten mit großen Fruchtsaftabfüllern wurde der Großteil der Produk­tion aus der Ernte 2010 bereits während der Kampagne vertraglich abgesichert. Die Auslieferungen der Kontrakte werden bis zum Beginn des dritten Quartals 2011|12 laufen.

AGRANA hat im Geschäftsjahr 2010|11 ihr Kundenportfolio weiter verbreitert und neue Absatzregionen erschlossen, mit dem Ziel, die Abhängigkeit von den hochkompetitiven zentral- und westeuropäischen Märkten zu verringern und Preisschwankungen besser ausgleichen zu können. Bis Ende 2009 wurden Reorganisationsmaßnahmen nach Lean-Management-Prinzipien an allen europäischen Produktions­standorten erfolgreich umgesetzt, deren Wirkung erst im Geschäftsjahr 2010|11 voll zum Tragen kam. Durch die Optimierung der Produktionskosten wurde die Wettbewerbs­fähigkeit weiter gesteigert. Mit dem Ziel weiterer Kosten­einsparungen wird seit dem Frühjahr 2010 intensiv an der Optimierung der Logistik- und Administrationsprozesse gearbeitet.

Sie befinden sich hier:
Konzernlagebericht › Segment Frucht › Geschäftsentwicklung