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Wirtschaftliches Umfeld

Marktumfeld
Der europäische Markt für Fruchtzubereitungen verzeichnete im Kalenderjahr 2010 im Vergleich zu den Krisenjahren 2008 und 2009 zum Teil hohe Wachstumsraten. Das Wachstum im ersten Halbjahr 2010 war getrieben durch die Einführung neuer Produktvarianten, Sortimentsaus- wei­tungen und Promotion- und Werbeaktivitäten in der Molkereiindustrie. Im zweiten Kalender­halbjahr 2010 verlangsamte sich das Marktwachstum deutlich. Gegen Jahresende litt das Konsum­klima in vielen Ländern unter der negativen Stimmung im Zuge von Budgetdefiziten, Sparpaketen und Steuermaßnahmen. In Osteuropa liegt der Pro-Kopf-Verbrauch weiterhin wesentlich unter dem europäischen Schnitt, vor allem Russland konnte hier aber aufholen und verzeichnete ein zweistelliges Wachstum. Auch in den außereuropäischen Märkten liegt der Pro-Kopf-Verbrauch unter dem europäischen Schnitt, was unter anderem in den USA, in Brasilien und China zu einem überdurchschnittlichen Wachstum führte. Die wichtigsten Konsumententrends bleiben Gesundheit, Convenience und Genuss. Dabei erhalten nach der Krise Werte wie Natürlichkeit, Beständigkeit und Regionalität eine höhere Bedeutung.

Im Konzentratgeschäft gewinnen Fruchtsaftgetränke mit niedrigem Saftgehalt und Getränke mit reduziertem Kalorien- und damit geringerem Fruchtsaftgehalt nach wie vor Marktanteile. Der Preisdruck im Handelsmarkengeschäft hat sich im Herbst 2010 nochmals erhöht, weil Konzentrat-Preissteigerungen von den Abfüllern nur teilweise an die Handelsketten weitergegeben werden konnten.

Ab dem Frühjahr 2010 sind die Weltmarktpreise bei allen Konzentraten erheb- lich gestiegen. Die Ernten in Europa 2010 lagen wetterbedingt und wegen geringerer Pflegemaßnahmen aufgrund der niedrigen Rohstoffpreise 2008 und 2009 deutlich unter den Vorjahren.

In China hat sich in den letzten drei Jahren der Frischmarktabsatz bei allen Früchten überdurchschnittlich entwickelt. Mittlerweile werden auch Früchte der Klasse II und III in städtischen Ballungszentren erfolgreich vermarktet, wodurch erhebliche Fruchtmengen für die Konzentrat­verarbeitung fehlen. Die Über- bestände aus den Ernten 2007 und 2008 waren im Herbst 2010 abgebaut, und die geringere Ernte hat den Preisanstieg zusätzlich unterstützt.

Die Absätze in den GUS-Staaten haben sich nach der Krise wieder erholt und zeigten knapp zweistellige Wachstumsraten. Der Trend zu billigeren Getränken mit geringerem Saftgehalt machte sich auch in diesen Staaten bemerkbar.

Produktionsstandorte
AGRANA ist weltweit führender Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Backwaren- sowie Eiscremeindustrie mit einem globalen Marktanteil von rund einem Drittel. Insgesamt betreibt AGRANA aktuell 25 Produktionsstand­orte für Fruchtzubereitungen in 19 Ländern. Für Ende Mai 2011 plant AGRANA die Inbetriebnahme eines Produktionsstandortes in Ägypten im Rahmen eines Joint Ventures mit dem ägyptischen Unternehmen Nile Fruits, bei dem AGRANA mit einem Anteil von 51 % die Mehrheit hält.

Mit zehn europäischen Produktionsstandorten ist AGRANA einer der führenden Hersteller von Apfel- und Beerensaftkonzentraten in Europa. Im Jahr 2006 wurde eine strategische Zusammenarbeit mit Yantai North Andre für die Produktion von Apfelsaftkonzentrat in Xianyang (Provinz Shaanxi) begonnen. Seit 2008 betreibt AGRANA mit Yantai North Andre ein zweites Apfelsaftkonzentratwerk als 50%-Joint Venture in Yongji (Provinz Shanxi). Die Standorte liegen in der größten Apfelanbauregion der Welt und zeichnen sich dementsprechend durch eine gute Rohstoffversorgung aus.

Die Hauptabsatzmärkte für „süßes“ chinesisches Apfelsaftkonzentrat mit einem niedrigen Säuregrad sind USA, Russland, Japan und Europa. Süßes Apfelsaftkon­zentrat dient auch als Basis für Fruchtsaftgetränke und wird in vielen Rezepturen und Mischungen verwendet. Die europäischen Konzentratstandorte produzieren hauptsächlich Apfelsaftkonzentrat mit höherem Säuregrad, welches zur Her- stellung von 100 % Apfelsäften und Apfelschorlen verwendet wird. Neben Äpfeln verarbeitet AGRANA auch Beeren zu Buntsaftkonzentraten für den Absatz auf dem europäischen und internationalen Markt.

UMSATZERLÖSE

Operatives Ergebnis

INVESTITIONEN

 
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