Sie befinden sich hier: Start › Konzernlagebericht › Segment Stärke › Bioethanol

Bioethanol

Gesetzliche Rahmenbedingungen
Mit der EU-Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen werden unter anderem umfangreiche Nachhaltigkeitskriterien für die Erzeugung von Bio-Kraftstoffen vorgeschrieben. Um als Produzent von nachhaltigen Biotreibstoffen anerkannt zu werden, ist eine nationale Zertifizierung gesetzlich vorgeschrieben. In Österreich wird dies durch die Behörden Agrarmarkt Austria (AMA) für die landwirtschaftliche Produktion – seit 1. Dezember 2010 in Kraft – und das Umweltbundesamt (UBA) für die Verarbeitung gewährleistet. Mit der Zertifizierung nach ISCC (International Sustainability & Carbon Certification) ist für das Werk Pischelsdorf die Grundlage für die Belieferung des europäischen Marktes mit nachhaltigem Bioethanol ab 1. Jänner 2011 geschaffen worden.

Produktion
AGRANA betreibt gemeinsam mit den österreichischen Rübenbauern (AGRANA Stärke GmbH mit einem Anteil von 74,9 %, Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH mit 25,1 %) ein Bioethanolwerk in Pischelsdorf|Österreich sowie im Rahmen ihrer 50%-Beteiligung an HUNGRANA Keményitö- és Isocukorgyártó és Forgalmazó Kft. eine kombinierte Stärke- und Bioethanolerzeugungsanlage in Szabadegyháza| Ungarn. Bioethanol aus den AGRANA-Produktionswerken in Österreich und Ungarn spart gemäß Studien der Joanneum Research Forschungsgesellschaft über den gesamten Lebenszyklus von der Produktion der Rohstoffe, deren Düngung, Transport und Verarbeitung bis zum Einsatz von Bioethanol im Motor mehr als 50 % an Treibhausgas­emissionen gegenüber Benzin.

Die gesamte Bioethanol-Produktionskapazität der beiden Werke in Österreich und Ungarn beträgt rund 400.000 m³.

Für die Bioethanolherstellung in Österreich werden vor allem Weizen, Mais und Tritikale als Rohstoffe eingesetzt. Neben Bioethanol werden jährlich bis zu 190.000 Tonnen des hochwertigen Eiweißfuttermittels erzeugt. Die Gesamtverarbeitung lag bei rund 537.000 (Vorjahr 470.000) Tonnen Getreide mit einem Verhältnis von Weizen und Tritikale zu Mais von etwa 2:1. Aus der Ernte 2010 wurden über Vorverträge mit Landwirten rund 60.000 Tonnen Ethanolweizen und -Tritikale kontrahiert. Für die Ernte 2011 wurden wiederum Anbauverträge für Ethanolgetreide angeboten.

Die ungarische Ethanolproduktion ist Teil einer Stärkefabrik, die Mais zu Stärke, Isoglukose und Bioethanol verarbeitet. Während der Ernte wird erntefrischer, sogenannter Nassmais verwendet. Nebenprodukte sind Maiskeime für Pflanzen­ölprodukte sowie Maiskleber und Maiskraftfutter für die Tierfütterung.

Geschäftsentwicklung
Der Absatz von Bioethanol (konsolidiert Österreich und 50%-Anteil Ungarn) stieg um rund 12.900 m³ auf 306.800 m³. Die Verkaufspreise von Bioethanol sowie konnten im Vergleich zum Vorjahr angehoben werden.

Sie befinden sich hier:
Konzernlagebericht › Segment Stärke › Bioethanol