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Rohstoff, Ernte und Produktion

Auf einer Gesamtfläche von rund 86.150 (Vorjahr 83.550) Hektar wurden für den AGRANA-Konzern im Geschäftsjahr 2010|11 rund 5,42 (Vorjahr 5,08) Mio. Tonnen Rüben geerntet und verarbeitet. Die rund 8.440 (Vorjahr 8.520) Rübenbauern erzielten Rübenerträge von durchschnittlich 62,9 (Vorjahr 60,8) Tonnen je Hektar mit einem durchschnittlichen Zuckergehalt von 16,5 % (Vorjahr 16,3 %).

Die sieben Zuckerrübenfabriken verarbeiteten täglich rund 47.900 (Vorjahr 46.000) Tonnen Rüben in durchschnittlich 113 (Vorjahr 113) Tagen zu rund 803.000 (Vorjahr 747.000) Tonnen Zucker. Die Zuckerproduktion lag damit deutlich über der AGRANA-EU-Rübenzuckerquote von 618.000 Tonnen. Die die Quote übersteigenden Mengen werden insbesondere als Nicht-Quotenzucker an die chemische Industrie vermarktet oder auf den Weltmarkt exportiert. In Rumänien und Bosnien wurden im Geschäftsjahr 2010|11 zusätzlich rund 204.000 (Vorjahr 176.000) Tonnen Roh- zu Weißzucker raffiniert. Diese Steigerung basiert vor allem auf einer gegenüber dem Vorjahr um 26 % höheren Roh­zuckerverarbeitung in Brčko|Bosnien-Herzegowina.

Die Rübenverarbeitung begann konzernweit zwischen dem 13. und 24. September 2010. Aufgrund der großen Rüben­menge verzeichnete das österreichische Werk in Tulln die längste Zuckerkampagne mit dem letzten Verarbeitungstag am 16. Jänner 2011. Trotz einer in der gesamten Gruppe um 6,7 % größeren Rübenmenge blieb die durchschnittliche Kampagnedauer im Vergleich zum Vorjahr de facto gleich. Grund dafür war die höhere Verarbeitungsleistung in Österreich und in Ungarn. Bezogen auf die verarbeiteten Rüben konnte der Energieverbrauch der gesamten Gruppe um mehr als 2 % gesenkt werden. In der abgelaufenen Kampagne wurden in Ungarn rund 48 % des Primärenergie­bedarfes durch eigenes Biogas substituiert. AGRANA konnte die Produktion aus kontrolliert biologischem Anbau im Geschäftsjahr 2010|11 auf 4.100 (Vorjahr 2.900) Tonnen Bio-Rübenzucker steigern.

Unter Berücksichtigung der geänderten Marktbedingungen konnte AGRANA zuletzt mit dem Dachverband der österreichischen Zuckerrübenanbauer „Die Rübenbauern“ sowie mit den bäuerlichen Interessengemeinschaften in den anderen Ländern neue Vereinbarungen über den Rüben­anbau 2011 treffen. In allen Ländern, in denen AGRANA Zuckerrüben kontrahiert, ist eine Flächenausdehnung von rund 5 % geplant.