Arbeitssicherheit
Arbeitssicherheit stellt als Teilbereich unternehmerischer sozialer Verantwortung für AGRANA als produzierendes Industrieunternehmen einen wichtigen Schwerpunkt ihrer CSR-Aktivitäten dar.
Im Bereich Arbeitssicherheit wurden im Geschäftsjahr 2010|11 weitere Präventionsmaßnahmen gesetzt. So werden fortan auch „Beinaheunfälle“, sogenannte „Near Misses“, erfasst und analysiert. Ein Beinaheunfall ist ein Vorfall, der unter weniger glücklichen Umständen zu Personen- oder Sachschäden geführt hätte. Damit sollen Schwachstellen beseitigt werden, noch bevor tatsächlich Unfälle passieren. Um die Sicherheit auch in komplexen Anlagen vor allem des Zucker- und Stärke-Segments gewährleisten zu können, wurden alle Sicherheitsfachkräfte in der Systematik der Gefährdungsbeurteilung verketteter Anlagen geschult. Dadurch soll vermieden werden, dass es beim Umbau bestehender Anlagen zu Gefährdungen kommt. Um die Sicherheit von Mitarbeitern auf Alleinarbeitsplätzen in Bereichen erhöhter Unfallgefahr zu steigern, wurde begonnen, Alarmserver zu installieren. Damit kann rasch und gezielt Hilfe geholt werden, im Extremfall – zum Beispiel bei Bewegungsunfähigkeit des Mitarbeiters – sogar automatisch. Erhöhte Gefährdung bedeutet auch der Umgang mit Chemikalien, weshalb in diesem Bereich verstärkt Schulungen durchgeführt wurden. Durch Teilnahme der Sicherheitsfachkräfte an nationalen und internationalen Tagungen werden ein intensiver Erfahrungsaustausch und die Implementierung von Best Practice-Verfahren gewährleistet.
Aber auch im Zusammenhang mit den wachsenden Anforderungen von internationalen AGRANA-Kunden an Social Responsibility und nachhaltige Entwicklung spielt Arbeitssicherheit eine immer größere Rolle. Sie ist fundamentaler Bestandteil der ISO 26000, die bei der Aus- einandersetzung mit diesem Thema als Grundlage dient. Daher gewinnt Arbeitssicherheit, auch was den Einkauf von Rohstoffen und Services betrifft, im Rahmen der Rückverfolgbarkeit entlang der Wertschöpfungskette für AGRANA an Bedeutung.
Arbeitssicherheit ist daher schon heute Bestandteil eines AGRANA-Fragebogens, der vor allem im internationalen Fruchteinkauf zum Einsatz kommt und im Wesentlichen am AGRANA-Verhaltenskodex ausgerichtet ist und ISO 26000- orientierte Fragen zu Arbeitssicherheitsmaßnahmen enthält. Die Einkaufsrichtlinien von AGRANAs international tätiger Fruchteinkaufsorganisation, AGRANA Fruit Services GmbH, Wien, schreiben die Beantwortung des Fragebogens im Rahmen des Qualifikationsprozesses neuer Lieferanten vor. Vollständige und zufriedenstellende Antworten stellen die Voraussetzung dafür dar, dass ein neuer Anbieter als AGRANA-Lieferant angenommen wird bzw. Kontrakte mit einem Unternehmen abgeschlossen werden.
Anlässlich eines Ethikaudits eines weltweit agierenden Kunden wurde AGRANAs Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzsystem ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt.
